BUAK

Erbberechtigte / Hinterbliebene

TODESFÄLLE MIT STERBEDATUM AB DEM 01.08.2017

 

Im Todesfall der/des Arbeitnehmer/in/s, ab dem 01.08.2017, ist zu klären, ob Ansprüche gegenüber der Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse bestehen.

Offene Ansprüche aus allen Sachbereichen (Urlaub, Abfertigung, Winterfeiertagsvergütung und Überbrückungsabgeltung), gebühren der/dem Ehegatt/in/en oder der/dem eingetragenen Partner/in sowie den Kindern (Wahl-, Pflege- und Stiefkinder) der/des Arbeitnehmer/in/s zu gleichen Teilen.

Die anspruchsberechtigten Personen haben den Auszahlungsanspruch innerhalb von drei Monaten ab dem Zeitpunkt des Todes der/des Arbeitnehmer/in/s gegenüber der Bauarbeiter- Urlaubs- und Abfertigungskasse schriftlich geltend zu machen.

Wird innerhalb dieser Frist kein entsprechender Antrag gestellt, fallen die Ansprüche in die Verlassenschaft.

Zur Auszahlung der Ansprüche werden folgende Dokumente benötigt:

  • Sterbeurkunde
  • Geburtsurkunden der Kinder / Stiefkinder
  • Adoptionsbeschluss bei Adoptivkindern
  • Pflegschafts- / Obsorgebeschluss bei Pflegekindern
  • Bestätigung über den Bezug von Familienbeihilfe bei Pflegekindern
  • Kopie der Kontokarten aller Anspruchsberechtigten
  • Kopie eines amtlichen Lichtbildausweises aller Anspruchsberechtigten (z.B.: Reisepass, Führerschein, Personalausweis)

Soweit Minderjährige anspruchsberechtigt sind und der der/dem Minderjährigen zustehende Betrag EUR 10.000,00 übersteigt, kann eine Auszahlung gemäß § 224 ABGB nur mittels Ermächtigung durch das Pflegschaftsgericht erfolgen (Pflegschaftsbeschluss). Die Unterlagen sind an die BUAK zu senden.

 

TODESFÄLLE MIT STERBEDATUM BIS ZUM 31.07.2017

 

Im Todesfall der/des Arbeitnehmer/in/s, bis zum 31.07.2017, ist zu klären, ob Ansprüche gegenüber der Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse bestehen.

Die ErbInnen haben Anspruch auf Abfindung, Abfertigung und Winterfeiertagsvergütung, wenn die Voraussetzungen in den jeweiligen Sachbereichen erfüllt sind.




Abfindung

Im Todesfall geht der Anspruch auf Abfindung auf die Erben über. Das bedeutet, dass die Abfindung NICHT in den Nachlass fällt.

Zur Auszahlung benötigen wir: 

  • Todesfallaufnahme / Bekanntgabe allfälliger zur Erbschaft berufener Personen
  • Kopie der Kontokarten aller Erben
  • Kopie eines amtlichen Lichtbildausweises aller Erben (z.B.: Reisepass, Führerschein, Personalausweis)

Soweit Minderjährige anspruchsberechtigt sind und der der/dem Minderjährigen zustehende Betrag EUR 10.000,00 übersteigt, kann eine Auszahlung gemäß § 224 ABGB nur mittels Ermächtigung durch das Pflegschaftsgericht erfolgen (Pflegschaftsbeschluss). Die Unterlagen sind an die BUAK zu senden.



Abfertigung bei Auflösung des Arbeitsverhältnisses durch Tod

Bei Todesdatum zwischen 01.01.2014 und 31.07.2017:

Bei Auflösung des Arbeitsverhältnisses durch Tod der/des Arbeitnehmer/in/s gebührt die Abfertigung dem hinterbliebenen Ehegatten / eingetragenen Partner sowie den Kindern (inkl. Wahl-, Stief- und Pflegekindern) zu gleichen Teilen. Gibt es solche Personen nicht, fällt der Abfertigungsanspruch nicht in den Nachlass.

Zur Auszahlung benötigen wir:

  • Sterbeurkunde
  • Geburtsurkunden der Kinder / Stiefkinder
  • Adoptionsbeschluss bei Adoptivkindern
  • Pflegschafts- / Obsorgebeschluss bei Pflegekindern
  • Bestätigung über den Bezug von Familienbeihilfe bei Pflegekindern
  • Antrag auf Abfertigung bei Tod
  • Kopie der Kontokarten aller Anspruchsberechtigten
  • Kopie eines amtlichen Lichtbildausweises aller Anspruchsberechtigten (z.B.: Reisepass, Führerschein, Personalausweis)

Soweit Minderjährige anspruchsberechtigt sind und der der/dem Minderjährigen zustehende Betrag EUR 10.000,00 übersteigt, kann eine Auszahlung gemäß § 224 ABGB nur mittels Ermächtigung durch das Pflegschaftsgericht erfolgen (Pflegschaftsbeschluss). Die Unterlagen sind an die BUAK zu senden.


Bei Todesdatum bis 31.12.2013:

Bei Auflösung des Arbeitsverhältnisses durch Tod des Arbeitnehmers gebührt die Hälfte der Abfertigung den gesetzlich Erben, zu deren Erhaltung der Arbeitnehmer gesetzlich verpflichtet war. (§§ 13a Abs. 5 BUAG i.d.F. BGBl I 104 / 2005)

Zur Auszahlung benötigen wir:

  • Sterbeurkunde
  • Geburtsurkunden der Kinder
  • Adoptionsbeschluss bei Adoptivkindern
  • Einkommensnachweis der/des Verstorbenen
  • Einkommensnachweis der/des Unterhaltsberechtigten
  • Bestätigung über den Bezug von Familienbeihilfe durch die/den Unterhaltsberechtigte/n
  • Antrag auf Abfertigung bei Tod
  • Kopie der Kontokarten aller Anspruchsberechtigten
  • Kopie eines amtlichen Lichtbildausweises aller Anspruchsberechtigten (z.B.: Reisepass, Führerschein, Personalausweis)

Soweit Minderjährige anspruchsberechtigt sind und der der/dem Minderjährigen zustehende Betrag EUR 10.000,00 übersteigt, kann eine Auszahlung gemäß § 224 ABGB nur mittels Ermächtigung durch das Pflegschaftsgericht erfolgen (Pflegschaftsbeschluss). Die Unterlagen sind an die BUAK zu senden.



Abfertigung im Todesfall nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Wenn das Arbeitsverhältnis vor dem Tod der/des Arbeitnehmer/in/s geendet hat, fällt der Anspruch in die Verlassenschaft.


Daher benötigen wir:

  • rechtskräftiger Beschluss (bzw. europäisches Nachlasszeugnis / Vollstreckbarerklärung)
  • Antrag auf Abfertigung
  • Kopie der Kontokarten aller Erben
  • Kopie eines amtlichen Lichtbildausweises aller Erben (z.B.: Reisepass, Führerschein, Personalausweis)

Soweit Minderjährige anspruchsberechtigt sind und der der/dem Minderjährigen zustehende Betrag EUR 10.000,00 übersteigt, kann eine Auszahlung gemäß § 224 ABGB nur mittels Ermächtigung durch das Pflegschaftsgericht erfolgen (Pflegschaftsbeschluss). Die Unterlagen sind an die BUAK zu senden.



Winterfeiertage

Wenn die/der Arbeitnehmer/in während der Feiertage verstirbt, besteht ein Anspruch auf ersatzweise Winterfeiertagsvergütung einschließlich des Todestages.

Verstirbt die/der Arbeitnehmer/in nach den Feiertagen, besteht ein ersatzweiser Anspruch für alle Winterfeiertage.

Besteht ein Anspruch auf Abfindung, so erfolgt die Anweisung auf ersatzweise Winterfeiertagsvergütung automatisch mit der Verrechnung der Abfindung.

Zur Auszahlung werden folgende Dokumente benötigt:

  • rechtskräftiger Beschluss (bzw. europäisches Nachlasszeugnis / Vollstreckbarerklärung)
  • Kopie der Kontokarten aller Erben
  • Kopie eines amtlichen Lichtbildausweises aller Erben (z.B.: Reisepass, Führerschein, Personalausweis)

 

Überbrückungsgeld

Der Bezug von Überbrückungsgeld endet mit dem Tod es/der Arbeitnehmer/s/in.

 

Überbrückungsabgeltung im Todesfall

Der Anspruch auf Überbrückungsabgeltung besteht auch dann, wenn der/die ArbeitnehmerIn stirbt, der/die trotz Überbrückungsgeldanspruch weiter in einem buag-pflichtigen Arbeitsverhältnis gearbeitet hat:

Der Anspruch auf Überbrückungsabgeltung geht im Todesfall auf die Erben über. Es sind folgende Fallkonstellationen denkbar:

  • Der/die Arbeitnehmer/in stirbt vor Antritt der Alterspension.
  • Er/Sie stirbt, bevor er/sie einen Antrag auf Überbrückungsabgeltung stellt oder
  • er/sie stirbt im Zeitraum zwischen der Antragstellung und der Inanspruchnahme der Überbrückungsabgeltung.

In all diesen Fällen geht der Anspruch auf Überbrückungsabgeltung aliquot im Ausmaß der entsprechend der Beschäftigungszeit erworbenen Höhe auf die Erben über.

In den beiden ersten Fällen bedarf es einer Antragstellung durch die Erben.